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Reise zum Mittelpunkt der Erde ist einer der wenigen Romane von Jules Verne, deren Vision wohl niemals Wirklichkeit wird: Dafür ist es im Erdinnern einfach zu heiß. 1864 war das allerdings noch keine gesicherte Erkenntnis, sodass selbst der beschlagene Zeitgenosse nicht ausmachen konnte, wo die Wissenschaft aufhört und die Fiktion beginnt. Verne, der Erfinder der Science-Fiction, lässt seine Hauptfiguren alle Einwände und konkurrierenden Theorien durchdiskutieren. Seine damaligen Leser dürften sich dabei ähnlich gefühlt haben wie wir uns in der heutigen Mediengesellschaft: Je mehr Expertenmeinungen man zu einem bestimmten Thema hört, desto weniger weiß man, was man glauben soll. Verne gelingt mit seinem geologischen Roman eine faszinierende Verschmelzung von wissenschaftlichem Anspruch und Imagination: Axel und sein Onkel reisen durch Gesteinsschichten in der Erdgeschichte zurück und erblicken in unterirdischen Parallellandschaften ungeahnte Schönheiten und Schrecklichkeiten. Dass sie zugleich die Tiefen des eigenen Ichs erkunden, macht den Roman umso lesenswerter.
Roger Willemsen der die Beobachtungen und die Veränderungen des Menschen mit sozialer Kompetenz, Empathie und intellektuellem Background auf die wesentlichen entscheidenden Momente eines Menschenlebens konzentriert, schlägt einen wundervollen Bogen über die Veränderungen des Menschenbildes und die schleichenden durch homöopathische Dosierungen prägenden Lebenseinflüsse. Was verändert plötzlich ein Lebensgang? Wie erfolgt die schleichende Erosion des Liebenden? Wie verändert der Tod in der Familie das eigene Leben? Wie haben sich die Menschen in unserer Zeit durch kommunikative Gesten verändert? Neben vielen Fragen tauchen die Antworten in Form minutiöser Beschreibungen und kuriosen Ereignissen in das Blickfeld.
Man fühlt, das dieses Buch auch die Bewältigung einer Krise, des eigenen Knacks, gewesen sein muss.
Innerlich und äusserlich reisend nährt sich Roger Willemsen an der Beobachtung von Szenen, Gegebenheiten und Menschen um die eigene Veränderung zu verarbeiten
Ein Buch mit viel Licht und Schatten, geöffneten und geschlossenen Vorhängen. sprachlich-kaleidoskopisch und tief. Danke für dieses Buch.Der Knacks
Nach der Lektüre des Klappentextes habe ich mich richtig auf dieses Buch gefreut, denn: die Idee ist gut. Leider ist die Umsetzung nicht so gut gelungen. Barbery versucht in ihrem Buch "auf Biegen und Brechen" Intelligentes zu Schreiben, und tut dies auch, doch fehlt oft der Zusammenhang zum Handlungsgeschehen. Die eingestreuten philosophischen Passagen wirken daher oft wie Fremdkörper. Zudem gelingt es Barbery nicht, eine Abgrenzung zwischen den beiden Hauptprotagonisten zu schaffen, mal abgesehen vom Alter und Äußerlichkeiten. Doch - da war doch was - das Schriftbild ändert sich, je nach dem, wer gerade spricht. Damit der Leser es auch merkt.
Außerdem muss der Leser mindestens in jedem zweiten Kapitel darauf hingewiesen werden, dass die beiden Protagonisten "soooo intelligent" sind. Wir würden dies ohne diese Hinweise auch gar nicht merken, bei den vielen schlauen Gedanken und Sätzen.
Alles in allem sehr aufgesetzt und übertrieben.
Ein nettes Buch, aber für meinen Geschmack überbewertet.
Heiraten ist gar nicht so einfach. Das geht schon bei der Unterwäsche los. Die muss die Braut nämlich verkehrt herum tragen, um böse Geister abzuwehren. Und ein Brautkleid darf auf gar keinen Fall blau sein und muss unbedingt erst am Hochzeitstag fertig werden! Das alles weiß Lola Veloso -- und das nicht nur, weil sie einen brasilianischen Vater hat. Wie gut, dass die Reichen und Schönen dieser Welt sie als Hochzeitsplanerin buchen können. Mit einem speziellen, Atombomben aufspürenden Hochzeitstorten-Durchleuchtungsgerät zum Beispiel durchleuchtet sie Hochzeitstorten für amerikanische Spione. Bunkerehe: Kein Problem. Und wenn es sein muss, schickt sie ihre Auftraggeber auch schon mal mit einem Superweltallexpress-Raumschiff auf den Liebesplaneten Venus.
Lola Veloso hat nur ein Problem: Sie hat einfach zu viel Phantasie. Aber ihre Imaginationskraft hat immer einen realen Hintergrund. Im Fall ihrer Hochzeitsplanerinnen-Phantasie ist es das noch zu gebende Ja-Wort ihrer Eltern. Das nämlich soll in Brasilien stattfinden. Aber dann gibt es allenthalben Schwierigkeiten, die das nicht mehr ganz so junge Glück bedrohen: angefangen von ausgefallenen Flügen, die Lola immerhin ein Treffen mit ihrem französischen Lover Alex beschert, bis hin zu handfesten Streitereien...
Nach Büchern wie Hier kommt Lola, Lola in geheimer Mission und Applaus für Lola! hat die Vielschreiberin Isabel Abedi mit Lola auf Hochzeitsreise einen weiteren Band rund um ihre ebenso beliebte wie sympathische Titelheldin vorgelegt. Kind- oder, besser gesagt: jugendlichengerecht beschreibt sie darin in alltagstauglicher Sprache aus der Ich-Perspektive die Sorgen und Nöte, aber auch die Freuden und Lieben des Erwachsenwerdens.
Das ist ebenso witzig wie spannend gemacht. Und die großartigen, kongenialen Bilder von Dagmar Henze, die auch diesmal Lolas Abenteuer (und ihr Gefühlsleben) mit fröhlichem Strich illustrieren, tun ihr übriges, um auch diese Lola-Folge wieder zu einem Lektüreleckerbissen werden zu lassen. Für Leser und -- vor allem wohl für -- Leserinnen ab acht Jahren. -- Franz Kaiser, Literaturanzeiger.de
... zusammen mit den bänden 1 - 3 und nichtweihnachten gut im bücherregal. etwas enttäuscht war ich darüber, dass viele cartoons schon auf der homepage zu finden waren. zum glück sind aber auch viele nichtveröffentlichte zu finden. mir fiel bei den gebraucht zu kaufenden allerdings auf, dass einer was von einem knick in vorder- und rückseite des umschlags schrieb. das war bei mir auch, haben das auch viele andere?
Dieser Roman war ein spritziger Urlaubsbegleiter für mich, ich konnte mich teilweise gar nicht losreissen und mußte an manchen Stellen so laut lachen, dass dies sogar meinen sonnenanbetenden Begleiter aufschrecken ließ. Empfehlenswert!
edel, fein und in bester Qualtität.
Ein besseres Preis/Leistungsverhältnis, um den Klassiker von Nietzsche zu kaufen, gibt es wohl nicht. Die besten Kommentare zu Nietzsche findet man übrigens bei Martin Heidegger.
Interressanterweise hat Anonyma dieses Tagebuch nicht benutzt um sich den Schmerz über die Vergewaltigungen und den Hunger von der Seele zu schreiben. Es scheint als hätten sie die Fähigkeit einfach immer den nächsten Schritt zu tun und Dinge zu hinterfragen vor dem Zusammenbruch bewahrt. Sie beobachtet die Reaktionen der Menschen, hinterfragt welche Charaktere nicht so leicht zerbrechen an der Situation. Natürlich sind ihre Erkenntnisse nicht ganz frei von der Propaganda der damaligen Zeit, andererseits besitzt sie aber doch wieder einen erstaunlich unabhängigen Geist und stellt sich auch Fragen wie ob Vergewaltigungen verhindert werden könnten wenn die den Soldaten erotische Bilder zur Verfügung gestellt würden und daß es nicht die Staatsform ist, die Menschen unglücklich macht sondern das sich einfach so anpassen. Was aber jetzt nur einige Überlegungen der hochintelligenten Frau sind.
Mich hat dieses Buch von der ersten Seite in den Bann gezogen, durch diese genauen Beschreibungen fühlt man sich inmitten der Geschehnisse gesetzt und fühlt mit. Es ist auch ein Buch über das ich noch lange nachgedacht habe.
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