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Das Buch hatte meine Freundin mir für den Niederlandekurzurlaub eingepackt und ich hab mich mit Begeisterung darüber hergemacht.
In sehr informativen Kurzbiographien geht der Autor auf das Leben und Wirken von sehr unterschiedlichen Frauen zu ganz unterschiedlichen Zeiten ein.
Johanna von Orleans
Maria Ward
Maria Sybilla Merian
Madame de Pompadour
Rahel Varnhagen
Marie Curie
Coco Chanel
Frida Kahlo
Simone de Beauvoir
und aus mir unerfindlichen Gründen auch Ulrike Meinhof.
Jede der Kurzbiographien ist äußerst informativ und recht sachlich objektiv gehalten.
Besonders fasziniert haben mich die Lebensgeschichten zu Frida Kahlo und Marie Curie, mit denen ich mich bisher nicht groß beschäftigt hatte, durch diese Kurzbios wurde aber tieferes Interesse geweckt.
Wunderlich zeichnet außerdem im Rahmen der Biographien immer auch einen Überblick über die damalige Zeit und die Stellung der Frau in dieser Epoche.
Ein wenig aus der Fassung gebracht, war ich durch die Bio zu Coco Chanel und ihre doch etwas fragwürdige Rolle zu Zeiten des 3. Reichs, das wußte ich nicht und ich bin mir auch nicht sicher, ob ich es wissen wollte.
Alle Frauen sind ausnehmend interessante Charaktere und haben genauso interessante und bewegte Leben geführt.
Zu den Kurzbiographien gibt es im hinteren Buchteil einen sehr nützlichen Anhang, in welchem sich Anmerkungen und Quellenangaben befinden.
Grundsätzlich würde ich sagen ein gutes Buch, wenn ich auch absolut nicht nachvollziehen kann, wie man eine Frau wie Ulrike Meinhof mit dem etwas verniedlichenden Attribut EIGENSINNIG bezeichnen kann. Gut, auch Johanna von Orleans hat für ihre Überzeugungen gekämpft und getötet, allerdings war das zu einer noch etwas unzivilisierteren Zeit als dem Jahre 1970.
Aus diesem Kontext der "Glorifizierung" und "Verharmlosung" durch den Buchtitel herausgelöst, war allerdings auch die Bio zur Meinhof durchaus informativ, wenn auch eindeutig aus meiner Sicht zu schön gefärbt und weich gezeichnet und ein wenig löchrig.
Fazit: Ein Interesse weckendes Buch zu 10 interessanten Frauen.
Informativ und nicht zu kompliziert geschrieben, daß sich durchaus auch als Strandlektüre eignete.
Fermats letzter Satz ist ein Hoch interessantes Buch über eines der bedeutensten Rätsel der Mathematik. Es werden im Laufe des Buches so einige mathematische "Probleme" sehr einfach und verständlich dargestellt.
Einzig und alleine gegen Ende hin war es für mich dann etwas zu sehr in die Länge gezogen, vorallem da ein math. Leihe den eigentlichen Lösungsansatz sowieso nicht wirklich mehr nachvollziehen kann!
Trotzdem ist diese Buch nicht nur für Mathematiker gedacht und ist bis auf das erwähnte Ende toll zu lesen.
Auszug aus einer Enzyklopädie über den Ausnahmezustand in Indien:
Trotz der fragwürdigen Beweggründe Indira Gandhis für den nationalen Ausnahmezustand war er anfänglich in der Bevölkerung durchaus willkommen. Quasi über Nacht wurde das Leben in Indien geordnet. Es gab keine Streiks und Protestmärsche mehr. Züge und Busse fuhren nach Plan, und Behörden sowie öffentliche Einrichtungen hatten tatsächlich zu den Öffnungszeiten offen. Es wurden beachtliche Erfolge gegen Schmuggel, Steuerhinterziehung und Kriminalität erzielt. Großgrundbesitzer wurden teilweise enteignet; Leibeigene wurden befreit und bekamen Arbeit in Infrastrukturprojekten der Regierung, die durch das deutliche Plus an Steuereinnahmen finanziert werden konnten.
Die andere Seite des nationalen Ausnahmezustandes war eine starke Einschränkung der Presse-, Meinungs-, und Versammlungsfreiheit. Bürger konnten bis zu zwei Jahren ohne Anklage inhaftiert werden. Die politische Opposition war weitestgehend im Gefängnis. Nach Angaben von Amnesty International wurden während des nationalen Ausnahmezustandes 110.000 Menschen ohne Gerichtsverfahren inhaftiert. 22 Gefangene starben.
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Das ist alles, was über Menschenrechtsverletzungen zur Zeit des Ausnahmezustandes in Indien gesagt wird.
Leider erfahren wir weder durch solche Artikel, noch durch die Schule, noch durch Nachrichten, noch durch die Zeitung das wahre Ausmaß an Menschenrechtsverletzungen, welche es wohl auf allen Kontinenten dieser Erde gibt.
Uns werden immer nur Daten, Zahlen und Fakten genannt, die man meist mehr oder weniger überliest.
Wenn Sie wirklich etwas erfahren wollen, dann lesen Sie Bücher wie "Das Gleichgewicht der Welt".
Kästners Kinderbücher hatten in meiner Kindheit einen festen Platz in meinem Bücherregal und in meinem Herzen. Ich las sie alle und war begeistert. Er schreibt warmherzig, humor- und liebevoll, spannend, mit einer Prise Wehmut.
"Emil" ist natürlich ein Klassiker: Ein aufgeweckter Provinz-Junge fährt erstmals allein nach Berlin und wird im Zug vom dubiosen Herrn Grundeis mit dem steifen Zylinder beklaut. Diese 140 Mark sind für Emil ein Vermögen; er weiß, wie knapp seine alleinerziehende Mama rechnen muß... Durchaus in seiner Ehre gekränkt (immerhin hat Emil gerade einen verantwortungsvollen Auftrag vermasselt), nimmt er die Verfolgung des Diebes in der fremden Stadt auf. Er trifft auf muntere Jungs wie Gustav mit der Hupe, die ihn begeistert unterstützen.
Der Leser erlebt ein eindrucksvoll-spannendes Aufblühen von Kindersolidarität. Souverän und quasi aus dem Handgelenk bauen die Knaben eine bemerkenswerte Detektiv-Gemeinschaft auf, die in der friedlichen Jagd des Diebes mit ca. 100 Kindern durch die Straßen Berlins ihren Höhepunkt feiert. Auch logistische Aufgaben wie die Organisation einer Telefonzentrale, Nachtwachen, Catering und Detektivkasse meistern die Kids erfrischend unverkrampft und clever.
Sternabziehend muß ich als Erwachsene für mich inzwischen aber die in nahezu jedem Kästner-Buch zu findenen "idealen" Mutter-Sohn-Beziehungen berücksichtigen. Beim "Doppelten Lottchen" ist es ausnahmsweise auch mal eine Mutter-Tochter-Symbiose, aber das Muster bleibt: Das Kind fühlt sich absolut verantwortlich für seine alleinerziehende, schwer arbeitende Mutter und tut aber auch alles in ihrem Sinne. Nebenbei schafft es aber auch noch den Spagat, trotzdem ein normal-liebenswertes Kind mit vielen Freunden zu sein. Wer Kästners Autobiographie "Als ich ein kleiner Junge war" gelesen hat, ahnt auch, woher er diese Mutterbedienenden Tendenzen seiner Haupthelden Emil, Lotte, Anton und Martin Taler nimmt. Im Zweifelsfalle ist der mutterfixierte, liebende Sohn auch mal erwachsen ("Drei Männer im Schnee", "Der kleine Mann"). Das Kind übernimmt bei Kästner sehr oft Partner-Pflichten, und das erscheint normal und bewundernswert. Es gibt auch sympathische andere Kindergestalten, die weniger Mutter-fixiert, mehr ich-bezogen und spontaner sind, wie hier Gustav, Cousine Ponny Hütchen oder in anderen Büchern Luise, Pünktchen, Sebastian ("Fliegendes Klassenzimmer") oder Konrad ("Der 35. Mai"). Aber "gefühlt" fehlt denen was. Und das empfinde icb als nicht ungefährlich. Die Botschaft setzt sich fest, daß es die Aufgabe des Kindes ist, die Mutter möglichst zu entlasten, ihr keinen Kummer zu machen. Und Emils Mutter hat auch bei aller Aufregung tatsächlich noch den Kopf dafür frei, beim Anblick ihres Sohnes in der Zeitung die Anzug-zerknitternde Sitzhaltung kritisch zu bemängeln. (Was sollen denn die Leute denken!) Und Emil hat auch immer ein latent schlechtes Gewissen.
Aus eigener Erfahrung kenne ich die daraus resultierende Überforderung, die Kästner-liebenden Kindern, deren Mütter auch Kästner lieben, erwachsen kann. Hier entsteht ein sehr subtiler Mißbrauch von Kindern, denen die Partnerlosigkeit der Mutter (für die sie nichts können) zur Verpflichtung wird. Kästner hat sich wohl nie aus dieser Verstrickung lösen können, und seine Bücher dokumentieren dies. Er hatte zwar einen Vater, aber der Mutter-Partner war wohl immer eher der kleine Erich. Und dieses Schicksal ereilte dann in seinen Werken seine Haupthelden Emil, Anton und Lotte. Und Kästner verteidigt diese Situation sogar in seinem Buch, indem er Emil und Anton vergleicht, Ähnlichkeiten unterstreicht und resümiert, "Emile und Antone könne es nicht genug geben." In der Trier-Illustration reichen sich der Berliner Armen-Junge Anton und der korrekt gekämmte und beanzugte Kleinstadt-Junge Emil die Hand. Nun ja.
Schade in den Rezensionen der hier schreibenden Schüler empfinde ich allerdings die Zeit-Kritiken. Phantasie- und Mittelaltergeschichten sind zwar irgendwie der Hit, aber Kinderbücher mit ein paar Jahrzehnten Vergangenheit gelten sprachlich und inhaltlich als überfordernd. Da werden Begriffe wie "Schupo" oder "Stulle" gerügt... Tscha, so war das eben zu der Zeit! Ist das die unheilvolle Auswirkung des Aktualitätszwanges, dem heute soviele Filmemacher unterliegen? Alles, aber auch alles muß ins Hier und Heute geholt werden, weil die aktuellen Konsumenten sonst nachdenken müßten? Auch Kästner-Klassiker wurden ja hemmungslos aktualisiert, obwohl manche Abläufe - wie von ihm beschrieben - einfach in die 30iger gehören, oder auch in die 50iger, aber doch bitte nicht in die Heute-Zeit! Heute würde Emils Mama Online-Banking nutzen, und Emil und seine Knaben hätten ein Handy. Und prompt würde die Geschichte so nicht mehr funktionieren.
Kindern, die ihre Latein-Kenntnisse heutzutage aus "Harry Potter" beziehen und die "Rote Zora" klasse finden, kommen auch mit Stullen und Schupos klar. Und mit Pferde-Straßenbahnen und dem Berlin zu Zilles Zeiten. Man muß es ihnen nur erklären, daß es mal eine Zeit ohne Handies und Internet gab.
Ich musste vor geraumer Zeit das Latinum nachholen und stand dem Lateinischen mit Missgunst gegenüber. Deswegen freut es mich heute umso mehr, wenn ich solche kleinen lustigen Bücher finde, die mal ne Abwechslung zum grauen Latein-Alltag darstellen.
Wie meine VorrednerInnen schon sagten, handelt es sich hier um ein kleines aber feines Nachschlagewerk lateinischer Klassiker, das sich aber nicht ganz soo ernst nimmt.
Sehr schön auch zum Verschenken.
Zugegeben: Gewöhnungsbedürftig ist der Schreibstil des Autors und dieser Band ist als Einstieg vielleicht nicht so ganz geeignet (auch wenn es nunmal der erste Band ist).
Aber Pratchetts Sinn für Humor sagt mir zu und jetzt möchte ich erst recht wissen, wie es mit der Scheibenwelt weitergeht.
Mein absoluter Favorit ist der TOD - auch wenn er nur eine kleine Nebenrolle in diesem Band einnimmt.
Ich denke man sollte bei Pratchett nach einem Versuch noch nicht die Flinte ins Korn werfen. Vielleicht hat man einfach das falsche Buch erwischt. Wenn man mit dieser Art von Humor natürlich nicht klarkommt, dann kann man mit den Scheibenweltromanen nichts anfangen.
Aber ich werde auf jeden Fall weiterlesen.
So so, "Fleisch ist mein Gemüse" hat Euch also besser gefallen? Klar, dann muß man natürlich seine ganze Enttäuschung rauslassen und nur einen Stern vergeben. Hat der Heinzer Euch enttäuscht? Wie kann er nur, schreibt er doch nur für jeden einzelnen von Euch.
Verdammt. Einen Stern vergibt man für "Die Macht Ihrer Wünsche: Wie Sie mit Tele-Psi Ihre Ziele erreichen". Nur zum Beispiel. Aber weder die "Zunge Europas" noch der grundsympathische Author haben es verdient, daß Eure im selbstgerechten Zorn hingerotzten Verrisse seiner Karriere schaden: Diese Bewertungen sind meinungsbildend für all diejenigen, denen sich der Heinzer vielleicht jetzt erst erschließen könnte. Ich wäre glücklich, auch in Zukunft noch irgendwas von ihm lesen zu dürfen. Merken: Ein (vermeintlich) schwächeres Zweitwerk kann durchaus mit zwei, drei oder vier Sternen bedacht werden...
Abschließend noch etwas ins Stammbuch der Myriaden von Leuten, die der Gleisnerei des Optimismus erlegen sind und über Strunks Misanthropie nicht hinwegkommen: Diese Welt ist schlecht. Glück findet man nur in den Momenten, in denen das Lachen über eben dieses Elend das Hamsterrad kurz zum Stillstand bringt. Und Heinz Strunk schafft es wie sonst vielleicht nur noch Gerhard Polt, durch eine scheinbar bloße Beschreibung des schrecklichen Treibens die inhärente Komik aufzuzeigen.
Aber freilich standen, wie Diderot sagt, viele Säulen da, und die Sonne schien auf alle; doch nur Memnons Säule klang.
Für mich war es einfach ein amüsantes, einfach gestricktes Buch zum Thema "selbständige Frau sucht passenden Mann" ohne besonderen Tiefgang.
Wer Menschen nicht nach Charakter sondern nach Rasse Religion usw. versucht einzuschätzen wird vielleicht das eine oder andere AHA-Erlebnis haben, genauso wie unsere Autorin vielleicht doch mal eines Tages die Entdeckung macht daß es nicht nur 3 Arten von deutschen Familien gibt.
Nette Unterhaltung zwischendurch, mehr nicht.
Das buch ist das beste was ich in letzter zeit als Historischen Roman gelesen habe.Ich kann das Buch nicht mehr weglegen.
Super Buch Empfehlenswert!!!!!!
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