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Nette, kurzweilige Geschichte. (mehr nicht ..)
Das Werk ist gut geschrieben, es ist einigermaßen spannend und als kurzweilige Strandlektüre sicher ein Tipp.
Was fehlt zu einem 5 Sterne Werk?
Die Geschichte findet an drei Hauptschauplätzen statt. Schottland im Umfeld der ersten Kohleminen. London im Zeitalter der ersten Industrialisierungswelle. Siedler und Farmerleben in Amerika.
Jedes dieser Teile hätte genug Stoff hergegeben um ein eigenes Buch zu füllen.
So bleibt alles informative und wissenswerte immer nur an der Oberfläche und dient als bunte Bühne" für die handelnden Figuren.
Verdichtet man die Story, so bleiben sechs für die Handlung wichtige Personen übrig, deren Schicksal miteinander verwoben wird.
Hier setzt nun mein Hauptkritikpunkt an.
Dass ein paar Menschen, die in einem entlegenen Kaff in den schottischen Highlands aneinandergeraten, sich überall auf der Welt wieder über die Füße stolpern, sich in London zufällig gegenseitig das Leben schwer machen und dann, nach einer langen Hetzjagd, am Ende der Geschichte in der amerikanischen Wildnis (Jahre später..) einen großen Showdown liefern ist schon arg an den Haaren herbeigezogen und hindert den Leser glaubhaft in die beschriebene Welt abzutauchen.
Die handelnden Personen sind sehr schablonenhaft entwickelt. Der mächtige, geldgierige Großunternehmer. Der von tiefsten ehrliche und nette Gutmensch und Arbeiter. Der unfähige Sohn, der unverbesserliche Bösewicht und die in Laufe der Geschichte gewandelte Adelige die zum Gutmenschen wird.
Von Follet kenne ich besseres.
Ein ausdrucksstarkes Buch, das man gelesen haben sollte.
Es zeigt wie veränderlich doch immer wieder die Ansicht der Dinge über die Welt sein kann. Verbunden mit einem herrlichen Pathos, über Wissen, Macht (kirchlich-weltlich), Gesellschaft und Eigenverantwortung.
Dies ist das Buch einer bösen alten Frau. Und um nicht missverstanden zu werden: Genau das ist auch das Gute daran. Denn hier ist jemand erkennbar nicht mit sich "im Reinen", nicht gewillt, erinnerungsselig Anekdötchen zum Besten zu geben; sondern hier werden offen gebliebene Rechnungen beglichen. Da bleibt ein Hauch von Unversöhnlichem, der an manchen Stellen schwer erträglich wäre, würde die Autorin nicht sich selbst ebenso ungeschminkt präsentieren wie ihre Umwelt. Dass es vorzugsweise, aber nicht nur, Männer sind, gegen die sich ihre Wut richtet, sollte für eben diese kein Grund sein, das Buch nicht zu lesen - im Gegenteil. Denn hinter der unerbittlich scheinenden Fassade wird eine in hohem Maße verletzliche, verletzte Persönlichkeit sichtbar, deren Schicksal auch dann anrühren würde, wenn man vom "Urgrund" ihrer Verletzung nichts wüsste.
Also...als ich den Buchumschlag sah und das Buch noch gar nicht auf dem Markt war, war ich mir schon sicher: ICH WILL ES! Der Buchumschlag hat mich einfach sofort angesprochen, den dieser ist einfach nur super schön! Dafür schon mal ein Stern! ;)
Am Anfang war ich noch vernarrt in das Buch, denn es fing super an. Nicht unbedingt der Prolog, sondern das, was danach kam. In Lea sah ich ein kleinen Teil von mir. Und Adam...er erschien mir göttlich, vorerst. Doch wie weiter ich las (so ab der 200 Seite), desto langweiliger wurde es. Manchmal musste ich mich zwingen weiterzulesen, da es sich hinauszog bis wieder etwas Spannendes kam, wen es den kam. Die Autorin hat Talent, das will ich gesagt haben. Aber sie beschreibt alltägliche Sachen soooo genau, als wären wir nicht von dieser Welt. Z.B. beschrieb sie an einer Stellen einen Tunnel eine ganze Seite lang. Da dachte ich, ob sie mich für blöd verkaufen will, denn schließlich weiß ich ja schon wie und was ein Tunnel ist!
Kommen wir zum weiteren allg. Inhalt: Die Idee (Achtung kleiner Spoiler:), dass ein Dämon in einem Menschen sitzen kann und ihn kontrolliert, fesselte mich sofort, es war einfach genial! Doch liebe Leser: Mit Vampiren und TWILIGHT hat dieses Buch GAR NICHTS am Hut. Einige behaupten, Fr. Heitmann hätte einfach gern einen Teil des Erfolgskuchen haben wollen, doch da widerspreche ich. Meiner Meinung nach, hat dieses Buch, wie schon gesagt, wirklich nichts damit zu tun. Twilight-Fans sollten sich also keinen falschen Hoffnungen machen.
Nun ja, das Ende ist eher noch enttäuschender wie das ganze Buch, denn auch hier zieht sich das Ende über 170 Seiten.
Meine persönliche Empfehlung an die Autorin: Liebe Frau Heitmann, bitte kürzen Sie die Fortsetzung. Vor allem bei Sachen wie: Raumbeschreibung, Personaussehen usw. Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, nicht ganz weg lassen, nur kürzen.
Das Buch ist kein Bestseller, aber auch nicht der Flop des Jahres.
Bilden Sie sich nun, lieber Leser, eine eigene Meinung, ob Sie es lesen sollten oder nicht. Ich hoffe, dass ich Ihnen etwas helfen konnte....
Dieser Roman knüpft chronologisch an "Das Lächeln der Fortuna" an und erzählt gewissermaßen die Geschichte der nächsten Generation der Waringham - Familie. Hauptfigur ist hier John of Waringham, der jüngste Sohn des Earls Robin.
Man kann nicht leugnen (was von verschiedenen Rezensenten bemängelt wird), daß gewisse Ähnlichkeiten zum Vorgängerroman vorhanden sind. Schwierig ist auch, sich an alle Personen zu erinnern, die im "Lächeln der Fortuna" vorkamen, hier aber nur Nebenrollen spielen oder zum Teil sogar nur am Rande in Nebensätzen erwähnt werden, vor allem dann, wenn wie in meinem Fall zwischen der Lektüre beider Bücher eine längere Zeitspanne liegt.
Dennoch, trotz dieser Einschränkungen ziehen die Story und der unnachahmliche Schreibstil Gablés den Leser wieder sehr schnell in ihren Bann. Bilderbogenartig entfaltet sich die Epoche des Hundertjährigen Krieges im spätmittelalterlichen England und Frankreich, gestützt auf gewohnt sorgfältig durchgeführte Recherchen und profunde Kenntnisse der Autorin. Wiederum gewinnen auch die Hauptfiguren, die gerade durch die Darstellung charakteristischer Fehler und Schwächen glaubwürdig und sympathisch werden den geneigten Leser schnell für sich.
Die weitgespannte, Jahrzehnte umfassende Handlung und die Vielzahl der Figuren (wobei historische Gestalten und fiktive Figuren unbefangen miteinander in vielfältige Beziehungsgeflechte gesetzt werden), die auch für den Vorgänger und die anderen Romane der Autorin kennzeichnend sind, erschweren zugegeben den Lesefluß und verlangen ein hohes Maß an Konzentration, gerade in diesen Aspekten liegt meiner Meinung nach aber auch eine der Stärken der Verfasserin, der es so gelingt, ein dichtes und authentisch wirkendes Handlungsgewebe zu stricken.
Für den, der sich für die historischen Hintergründe interessiert und der sich auf das komplizierte Handlungs- und Beziehungsgeflecht einzulassen bereit ist (Gablé - Fans sind ja sowieso gar nichts anderes gewohnt), entwickelt die Geschichte einen solchen Sog, daß die über 1000 Seiten des Buches (ein typischer Gablé - Umfang) überraschend schnell durchgelesen sind. Entsprechend groß ist die Vorfreude auf den Fortsetzungsband, also den nächsten dicken Gablé - Wälzer.
Lobend zu erwähnen ist auch die schöne Gestaltung des Bandes, sowohl was den Einband, als auch was die Titelzeichnungen zu den Großabschnitten innerhalb des Buches betrifft.
Nachdem ich mich durch alle zur Drachensaat veröffentlichten Rezensionen geackert habe, die durchweg gut geschrieben sind, machte ich mir Gedanken darüber, was ich dem geneigten Leser, der das Buch nicht kennt, noch sagen kann. Inhaltlich bestimmt nichts Neues, dazu haben meine Vorgänger/innen bereits viel und gut geschrieben. Ehrlich gesagt, hatte ich Weilers Maria, ihm schmeckt's nicht und Antonio im Wunderland bestens in Erinnerung, ja, habe mich beim Lesen dieser Bücher kugelig gelacht und bin eigentlich auch in Erwartung eines neuen Schmankerls dieser Art an Drachensaat gegangen.
Doch siehe da: bereits auf den ersten Seiten wird schnell klar, dass Weiler sein Thema ganz anders anpackt. Das Miteinander von Humor in der Darstellung und Ernsthaftigkeit im Thema ist es, was mir so gut gefallen hat. Die Figur des Bernhard Schade, die den ersten Teil des Buches im Rückblick erzählt, befleissigt sich denn auch eines ironisch-humoristischen Untertons, und man muss, manchmal fast wider Willen, schmunzeln, ja, es geht gar nicht anders, man muss sogar lachen, und das bei durchaus ernsten Themen wie der "Erziehung" seines behinderten Sohnes. Gleichwohl bemerkt man die Ernsthaftigkeit, mit der diffizile Themen wie die Neurosen und Psychosen der Patienten, die bei Dr. Zens im Sanatorium einen Therapieplatz finden, beschrieben werden.
Es erwartet den Leser keine intellektuelle Abhandlung oder schwere Kost, wer das befürchtet, kann das Buch gut lesen; wer das erwartet, wird enttäuscht. Ich finde Drachensaat sehr unterhaltsam, das sollte ein Buch dieser Art unbedingt sein. Es trifft den Nerv unserer Zeit, was die vielfältigen Diskussionsthemen in jeder Kaffeerunde angeht, und ermöglicht dem Leser, sich durchaus in der einen oder anderen Äußerung wiederzufinden, frei nach dem Motto: ja genau, habe ich auch schon so gedacht. Viel Vergnügen beim Lesen.
Eigentlich hat David MartÃn kaum eine Chance, ein bedeutender Schriftsteller zu werden. Im Barcelona vor dem spanischen Bürgerkrieg wächst er in einer Umgebung auf, die man heute einen âbildungsfernen Haushalt“ nennen würde. Und als ihm ein väterlicher Freund einen Band von Charles Dickens in die Hand drückt, wird der Ich-Erzähler von seinem Vater windelweich geprügelt. Trotzdem zieht es David zum Schreiben: zuerst zur abgehalfterten Zeitung âStimme der Industrie“, die aber doch nicht so abgehalftert ist, dass ihre âEdelfeder“ Pedro Vidal nicht das groÃe Talent des Jungen erkennen würde. So wird David doch noch ein Autor, und zwar ein schlecht bezahlter Schreiberling von Trivialromanen. Dann bedroht eine Krankheit sein Leben, die groÃe Liebe seines Lebens geht verloren. Und dann gibt es da noch den Verleger Andreas Corelli, den niemand kennt und der MartÃn bittet, mit einem Buch für gutes Geld eine Religion zu begründen. Ein Pakt mit dem Teufel?
Einem internationalen Publikum wurde der spanische Erfolgs-Autor Carlos Ruiz Zafón 2001 mit seinem Besteller Der Schatten des Windes bekannt: Inzwischen ist das Buch in dreiÃig Sprachen übersetzt. Dementsprechend groà waren die Erwartungen an den Nachfolgeband Das Spiel des Engels, und Zafón hat die Erwartungen in jeder Hinsicht erfüllt. Episch breit angelegt, entführt der Roman seine Leser in ein verzaubertes, phantastisches und labyrinthisches Barcelona. Das hat groÃe Klasse und Poesie.
Umso glücklicher ist der Umstand, dass der Argon Verlag für seine Hörspiel-Produktion den bekannten Schauspieler Gerd Wameling gewinnen konnte, der unter anderem in Wim Wenders’ In weiter Ferne so nah sowie in der Serie Wolffs Revier mitspielte. Denn Wameling liest den Text (wenn auch nicht den gesamten Text, sondern eine autorisierte Lesefassung) routiniert und schnörkellos, ohne sich allzu sehr in Szene zu setzen, sodass das Lyrische durch eine klare, unaufgesetzte Stimme schimmert. Auch wenn man sich fragen darf, warum der Ich-Erzähler in direkter Rede mit âanderer Stimme“ (also anderem Timbre) spricht: Nicht zuletzt Wamelings Leistung macht Das Spiel des Engels zu einem bezaubernden Hörgenuss. -- Stefan Kellerer, Literaturanzeiger.de
9 CD, 611 Minuten
In die Bucht am Ende der Welt nimmt Sergio Bambaren den Leser mit auf eine philosophische Reise in das karibische Tobago. Der Autor wollte eigentlich zum Wellenreiten auf die Insel, doch nachdem tagelang nicht der richtige Wind aufkam beschließt er tauchen zu gehen und entdeckt so die wunderschöne Unterwasserwelt.
Ganz nebenbei erfährt der Leser einige Dinge über sicheres Tauchen, was ich sehr interessant fand.
Bambaren hat eine wunderbar einfache Sprache und ist dabei dennoch so bildhaft dass ich beim Lesen den Eindruck hatte das Rauschen der Wellen zu hören und die Sonne auf meiner Haut zu spüren. Während des Lesens lernt man eine ganz andere Welt kennen und ich habe sofort Fernweh bekommen.
Dieses Buch ist jedoch nicht einfach nur ein Reisebericht eines fernen Landes sondern nimmt einen auch mit auf eine innere Reise zu der Schönheit und Weisheit die in jedem von uns liegt. Das Buch ist voller kleiner Weisheiten und Denkanstößen für das eigene Leben. Eigentlich mag ich so etwas, in diesem Buch waren es meiner Meinung nach aber zu viele Weisheiten, so dass es teilweise auf mich wirkte als hätte man mit Ach und Krach versucht möglichst viel Weisheit in das Buch zu stopfen. Hier wäre weniger eindeutig mehr gewesen!
Die 124 Seiten hat man dank der flüssigen Sprache ganz schnell gelesen und die Farbfotos helfen einem dabei sich kurzzeitig ganz weit wegzuträumen. Schön für kuschelige Herbstabende.
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