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Artikel uber das Belletristik


Das Imperium der Wölfe

Das Imperium der Wölfe

Wieder mal ein typischer Grange. Absolut spannend und in Kombination mit Joachim Kerzel als Sprecher ein absolutes muss. Bin jeden Tag 2x ca. 45min im Auto Unterwegs. Die Zeit vergeht wie im Fluge und manchmal ertappe ich mich dabei wie man versucht ist noch ne Runde um den Block zu drehen um noch ein wenig mehr zu hören. Habe bis jetzt 4 Hörbücher von Grange mit Kerzel als Sprecher und hoffe es werden noch viele mehr.


Weihnachtsgeschichten

Weihnachtsgeschichten

Dieses Buch versetzt in Weihnachtsstimmung, das kann ich garantieren. Da geht es bestimmt nicht nur mir und meiner Freundin so ;-) Manche Geschichten sind für Erwachsene, manche für Kinder und gleichfalls Erwachsene, aber allesamt sind wunderschön. Das Buch ist deshalb meiner Meinung nach hervorragend für Familien geeigent und als Geschenk.


Gruselkabinett (30): Der Vampir: 30

Gruselkabinett (30): Der Vampir: 30

Erster Eindruck: Schändliches Treiben in ganz Europa

Auf einem Ball zu seiner Einführung in die Gesellschaft macht der junge Adelige Percy Aubrey Bekanntschaft mit Lord Ruthven, einem Mann, der ihn sofort mit seiner düsteren Aura fasziniert. Schnell entschließen sich die beiden, zusammen auf eine ausgedehnte Reise durch ganz Europa zu gehen. Doch schnell wird die Freundschaft der beiden ungleichen Kameraden auf die Probe gestellt, denn ein Brief aus London erreicht Percy...

Auf sage und schreibe 30 Folgen hat es das ausgezeichnete Gruselkabinett von Titania Medien bereits gemacht - dazu erst einmal herzliche Glückwünsche. Nach dem eher außergewöhnlichen "Glöckner von Notre Dame" wird mit John William Polidoris "Der Vampir" wieder klassische Schauerromantik geboten. Gänsehaut ist den Hörern gerantiert, denn immer bedrohlicher und rätselhafter wird das Autauchen von Lord Ruthven. Doch auch die Psyche Percys, die durch immer neue Leiden weiter und weiter geschwächt wird, spielt in dieser Erzählung eine entscheidende Rolle. Diese beiden Komponenten lassen ein interessantes und unterhaltsames Werk entstehen, das in einem spannenden und dramatischen Ende gipfelt. Besonders der letzte Satz, ein düsterer Ausblick, lässt einen erschauern. Außergewöhnlich ist die Erzählweise, die sich teilweise aus Briefen von Percy zusammensetzt und teilweise ganz ohne Erzähler auskommt und dabei zwischen verschiedenen Perspektiven wechselt. Wieder beweisen Marc Gruppe und Stephan Bosenius, dass sie die beiden Männer für feinsinnigen Grusel sind.

Auch die Sprecher tragen einen großen Teil zum Gelingen der Produktion bei. Patrick Bach fällt als Percy Aubrey der größte Teil zu, und diesen gestaltet er mit getragener Stimme mit viel Betonung, ohne festgefahren zu wirken. Sein Gegenpart, Lord Ruthven, wird von Christian Stark gesprochen, der eine intensive und schauerliche Leistung abliefert. Auch Kristine Walther passt als Jane Aubrey, Percys Schwester, wunderbar in das hervorragende Ensemble, zu dem auch noch Sarah Riedel, Kaspar Eichel und Anita Lochner gehören.

Die Musik ist an die Zeit des frühen 19. Jahrhunderts angelehnt und überzeugt mit Orchesterarrangements, die die Story tragen und einen roten Faden bilden. Besonders in den dramatischeren Szenen ist sie auch schon mal etwas lauter und bildet so mit den Sprechern ein intensives Klangerlebnis.

Ziemlich düster ist das Cover, auf dem wir die zwei Hauptpersonen betrachten dürfen. Besonders die Vollmondszene mit der Toten auf den Armen des Mannes, dessen Gesicht im Halbschatten liegt, ist sehr gelungen. Auch die Gestaltung mit den umrahmenden Säulen und dem schönen "Gruselkabinett" Schriftzug muss an dieser Stelle noch einmal gelobt werden.

Fazit: Das Gruselkabinett mit einer bestechenden Folge, die wunderbar in die Reihe passt und feinen Grusel bietet. Für einen grusligen Winterabend genau das richtige.


Schön macht's nicht, aber glücklich: Ein ehrlicher Schwangerschaftsroman

Schön macht's nicht, aber glücklich: Ein ehrlicher Schwangerschaftsroman

Mir hat der Roman sehr viel Vergnügen bereitet. Immer wieder musste ich herzlich lachen, zumal ich mich an vielen Stellen wiedererkannte. Erst dachte ich noch, was kann ein solches Thema wohl hergeben, aber es kann! Möglicherweise wird das Buch mehr Frauen dazu bewegen, doch noch ein Kind zu bekommen, als so manche vielbeworbene familienpolitische Maßnahme...


Hector und die Geheimnisse der Liebe

Hector und die Geheimnisse der Liebe

Man soll sich keine Bücher aussuchen, von denen man weiß, dass man sie nicht mögen wird. Dafür ist die Zeit zu knapp, und es ist auch ungerecht, dem Autor gegenüber. Trotzdem war ich neugierig, man soll ja andererseits auch offen bleiben. In diesem Fall war das allerdings keine gute Idee.
Lelords Stil ist wirklich nur für Psychologie-/Grundschullehramtsstudentinnen
der ersten Semester erträglich. Hoffe ich. So eine wiederlich süße, dicke Soße, eher Tunke, das verschlägt mir Sprache und Argumente. Scheußlichster Märchenonkelstil,
der auf diese pfiffig-reflektierte Weise präsentiert wird, die vorgibt, die richtige, augenzwinkernde Rezeption würde irgendetwas an diesem Verbrechen wider den Geschmack
besser machen. Ich aber sage: Mord bleibt Mord.
Mehr zu diesem Unfug zu sagen, verbietet die Höflichkeit.

Ich hatte so etwas schon geahnt. Andererseits gibt es ja manche Bücher dieser Art, die die schlechte Sprache und die dumme kleine Geschichte mit interessantem
Wissen wettmachen, denn letztlich bleibt hier die Geschichte nur Aufhänger und Leitfaden für die Betrachtungen über die Liebe, so dachte ich.
Pustekuchen. Die Erkenntnisse, die Lelord dem staunenden Leser stolz präsentiert, sind so ärmlich, dass ich tiefsinnigere Gespräche über die Liebe auf jeder schlechteren Hausparty in Hamburg Altona um fünf Uhr morgens gehört habe. Der Informationsgehalt dieses Buches bleibt bei null. Obwohl das die Pseudo-Märchenverpackung etwas anderes suggeriert (Stichwort: "ein kluges kleines Märchen"), bleibt das Buch in wirklich erstaunlichem Maße oberflächlich.
Insgesamt bleibt festzuhalten, dass es sich bei diesem Buch also nicht um ein in ein kleines Märchen und lustige Sprache verpacktes Sachbuch handelt, sondern dass das kleine, dumme Märchen tatsächlich alles bleibt, was dieses Buch zu bieten hat.
Ein Irrtum.


Nach Hause schwimmen

Nach Hause schwimmen

Wenn das Buch zu Ende gelesen ist, hat man einen Freund verloren.
Wunderbare Geschichte!


Ein gerader Rauch

Ein gerader Rauch

Denis Johnsons neuer Roman Ein gerader Rauch" (orig. A Tree of Smoke- auch Gewinner des National Book Award) ist ein faszinierendes literarisches Werk. Ein vielschichtiges Werk mit großartiger Figurenzeichnung und unvergesslichen Protagonisten.
Oberflächlich betrachtet, ist dieser am Abend der Ermordung von J. F. Kennedy einsetzende Roman ein Vietnam Roman", oder auch eine millionste Aufarbeitung der amerikanischen Verfehlungen und Sünden in Asien.
Unter dieser Oberfläche schimmert jedoch viel mehr. Denis Johnson lässt eine Figuren kommentarlos agieren, bewertet nie und zwingt daher den Leser, die Aussage zwischen den Zeilen zu finden. Beeindruckend, wie sich seine Protagonisten entwickeln, wie er die zum Teil nur peripher miteinander verbundenen Schicksale zusammenschweißt.
Ein gerader Rauch" ist ein sehr kritisches Buch, ein Roman, der die amerikanische Idee des Heldentums und selbsternannten Weltretters (bzw. Gottersatz), wie sie schon in der vierten Strophe des Star-Spangled Banner besungen wird: Then conquer we must, when our cause it is just. And this be our motto: In God is our trust. And the star-spangled banner in triumph shall wave o'er the land of the free and the home of the brave!" auf konsequente Art und Weise ad absurdum führt. Denis Johnson führt den menschlichen Niedergang seiner Protagonisten erbarmungslos vor, er zeigt schonungslos, wie Krieg den Menschen verändert.
James crouched and duckwalked toward Black Man's position, firing down the hill at muzzle-flash. He knew he was killing people. Moving, that was the trick. Moving and killing he felt wonderful."
Seine Protagonisten finden erst im letzten epilogartigen Abschnitt (der nach einem Sprung von 12 Jahren einsetzt) Ruhe finden, eine Ruhe, die sich in der Einsamkeit und Entsagung bündelt.
Ein mutiger, ein grandios erzählter Roman, ein kompromissloses Abschaben der heldenhaften Fassade der Vereinigten Staaten von Amerika, der trotz seines Umfangs keine einzige Zeile zu viel hat. Spannend, mitreißend und emotionell wie ein Schlag in die Magengrube. Ein weises Buch, das den Leser, wenn er einmal mit Denis Johnson in Saigon gelandet ist, bis zur letzten Seite und darüber hinaus, nicht loslässt. Ein origineller Roman, sicherlich eines der besten (mir bekannten) Plädoyers gegen Krieg und Gewalt, zugleich auch Denis Johnsons bisher bester und wichtigster Roman.
Absolute, uneingeschränkte Leseempfehlung.



Vollidiot

Vollidiot

... fand ich es recht langweilig und auch prollig, nicht komisch aber ab ca. Seite 100 wurde es dann richtig lustig. Ich hab oft lachen oder schmunzeln müssen und hab mir schon die Fortsetzung gekauft :-)


Die Feuerbraut

Die Feuerbraut

Nach " die Löwin" sowie "die Pilgerin" hatte ich mir eigentlich vorgenommen kein Buch mehr von Iny Lorentz zu kaufen. Ich konnte dann allerdings doch nicht so ganz an der Feuerbraut vorbeigehen und ich habe es nicht bereut. Endlich wieder mal ein Buch mit Spannung, sympatischen Hauptfiguren, einer kleinen Liebesgeschichte und vor allem Personen, die man zuordnen kann (ohne ständig nachzublättern). Ich muss sogar sagen, dass es mir nach der "Wanderhure-Serie" mit am besten gefallen hat. Also für die, die nach den beiden letzten Bücher ebenfalls die Nase voll hatten, gebt euch einen Ruck und kauft das Buch. Ich kann es nur empfehlen.


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